Einmal im Jahr schaffen wir mit diesem Angebot einen Raum für Austausch und Begegnung für ehemals Betroffene ab 14 Jahren. Wir organisieren ein gemeinsames Wochenende – meist in einer Jugendherberge – mit kreativen und sportlichen Angeboten, Lagerfeuer und vor allem der Möglichkeit, sich in einem geschützten Rahmen kennenzulernen, wiederzusehen und auszutauschen. Das besondere ist, dass sich die Teilnehmenden sich – ohne viele Worte verlieren und zum Teil unangenehme Fragen von Außenstehenden beantworten zu müssen – als Teil einer Gemeinschaft fühlen. Wir verstehen uns dabei als Plattform, die die Gelegenheit für dieses Zusammenkommen auch nach teilweise vielen Jahren der Erkrankung bietet. Dabei ist es egal, ob man im (Klein-)Kind- oder Jugendalter erkrankt war, mit einer Leukämie oder Tumorerkrankung, ob es einen Rückfall gab oder eine Knochenmarktransplantation. Alle sind willkommen! Die alltäglichen Themen wie Schule, Ausbildung und Job oder Freizeitaktivitäten sind für alle gleichermaßen relevant und überdies gibt es Raum für den Austausch zu krankheits- oder therapiebedingten Spätfolgen und Einschränkungen, Rückfallangst oder Familienplanung. „Alles kann – nichts muss“ ist vielleicht ein gutes Motto dieser jährlichen Treffen, bei denen wir als Begleiterinnen immer wieder erleben können, wie sehr sich diese Gemeinschaft untereinander trägt, auch wenn neue Teilnehmende dazukommen oder andere nicht mehr teilnehmen. Spätestens nach dem Kennenlern- und gemeinsamen Spieleabend ist das Eis gebrochen, beim Yoga gibt es viel Gelächter und am Lagerfeuer das eine oder andere vertrauliche Gespräch. Wie so oft in unserer Arbeit ist es wichtig, dass es neben den schweren Themen auch Humor gibt, Spaß und Leichtigkeit.
Da einige unserer ehemaligen Jugendlichen inzwischen „alte Hasen“ geworden sind, gibt es seit 2025 eine Neuerung: das ursprüngliche Jugendtreffen bieten wir nun für 14- bis 24-Jährige an und für alle darüber hinaus, die noch immer das Bedürfnis nach dieser Art der Gemeinschaft haben, veranstalten wir das „Alte-Hasen-Treffen“ in kleinerer Runde. Auch hier gibt es Spiele, Gespräche und gemeinsame Mahlzeiten. Wichtig ist es uns genauso, über Aktuelles zu den Themen Nachsorge und Survivorship (das Leben nach dem Krebs) zu berichten und Informationsmaterial zur Verfügung zu stellen.





