2006 - Ambulanter Hausbesuch

Aus der langjährigen und engen Betreuungstätigkeit durch unsere Sozialarbeiterinnen direkt auf Station und in unserer Beratungsstelle entwickelte sich immer mehr die Nachfrage von Eltern nach Hausbesuchen. Denn soll das persönliche Vertrauensverhältnis, was in monatelanger, fast täglicher Begleitungstätigkeit entsteht, mit der stationären Entlassung bzw. mit dem Tod des Kindes plötzlich beendet sein? Dies ist vor allem für die Familien schwer, die mit der neugewonnenen Verantwortung und Veränderung in der familiären Situation nicht zurechtkommen. Gerade für diesen Personenkreis stellen wir als Ansprechpartner eine optimale Begleitung dar. Wir kennen die Familien bereits aus der Therapiezeit und sind ihnen vertraut. So wurde 2006 durch die Einstellung von Nadine Thieme – einer zweiten Sozialpädagogin – der ambulante Hausbesuchsdienst gegründet. Seitdem sind wir regelmäßig ein-bis zweimal wöchentlich, zu Knuddels Zeiten auch in dessen Begleitung, in ganz Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt unterwegs bei ambulanten und verwaisten Familien und begleiten die Familien auf Wunsch auch in der Phase, in der das Kind palliativ durch die Familie zu Hause gepflegt wird.