1996 - Kindernachmittag

Wenn ein Kind über lange Zeit in der Klinik liegt, muss man auf so mache Feier und liebgewonnene Aktivität verzichten, dabei hilft doch jede Abwechslung, diese schmerzvolle, schwere und lange Zeit durchzustehen. So entstand aus einer Schuleinführungsfeier für drei Patienten, an denen auch alle anderen Patienten teilnehmen konnten, die Idee, unseren Kindern ganz besondere, schöne, spaßige und aufregende Kindernachmittage zu bescheren. Diese Kinderfeste und Kindernachmittage außerhalb der Klinik mit einem besonderen Motto sind bis heute ein Erfolgsmodel und stellen immer wieder einen Höhepunkt für die krebskranken Kinder und ihre Familien dar. Dabei ist es unser Ziel, die Kinder nicht nur Zuschauer sein zu lassen, sondern ihnen Spaß zu bereiten und sie, soweit es ihr derzeitiger Gesundheitszustand erlaubt, aktiv einzubeziehen.

Neben den altbewährten Kindernachmittagen, die inzwischen zu unserem festen Programm gehören (Halloweenparty, Pfefferkuchenhaus basteln, Porscheausfahrt etc.) lassen wir uns auch immer wieder etwas Neues einfallen. Zum Beispiel Didgeridoo bauen, Workshop im Bogenschießen, karibische Nachmittage etc. Besonders in den Sommermonaten ist es uns wichtig, Kindernachmittage auch außerhalb unserer Räumlichkeiten anzubieten. Denn gerade die Ausflüge bringen viel Bewegung und zeigen vor allem den kleinen Patienten, wozu sie unter der Therapie noch fähig sind. Die Kinder zehren und erzählen oft lange von solchen gemeinsamen Nachmittagen, die sie mit ihrer Familie in geschützter Atmosphäre erleben können. Sie geben immer wieder Kraft für neue Herausforderungen, die sie in ihrer langwierigen Therapiezeit erwarten und sind unsere Motivation, sie regelmäßig und ganz liebevoll vorbereitet durchzuführen.